Über uns

Der Brunnenviertel e.V. ist ein Stadtteilverein. Er ist da für Menschen, die im Kiez gemeinsam etwas erleben oder selbst etwas bewegen wollen. Der Verein hat Angebote zum Zuschauen, Zuhören, Mitmachen. Er unterstützt aktive Nachbarn – manchmal ganz einfach mit einem Raum. Mehr lesen

Jahnsportpark Entscheidung folgt

Die Stellungnahme der Bürgerschaft/ Anwohnenden über die drei Machbarkeitsstudien zum Jahnsportpark wurde am 18. September um 22:53 h per Mail an die Raumplaner geschickt. Über den Inhalt soll bis auf weiteres Stillschweigen erfolgen.

Welche Version letztendlich umgesetzt wird, entscheidet am 29. September, also erst kurz nach der Wahl, ein Gremium aus

  • Senatsverwaltung Stadtentwicklung/ Wohnen
  • Senatsverwaltung Sport
  • Bezirksamt Pankow

Das Ergebnis werden Sie wahrscheinlich aus der Presse erfahren. Auch wir halten Sie auf dem laufenden.

Kiezfest im Brunnenviertel

Kiezfest

Das Brunnenviertel feiert sich selbst. Wir organisieren für den Kiez am Sonnabend, 18. September, ein Fest. Auf der Bühne gibt es Musikprogramm, vor der Bühne gibt es Foodcorner, Stände mit Einrichtungen aus dem Stadtteil und einen Flohmarkt.

Ort: Vinetaplatz

Uhrzeit: 13 bis 18 Uhr

Programm auf der Bühne: Live Musik, Türkische Folklore, Perkussion, Folk, Poetry, Beatbox. Auszug aus Angeboten an den Ständen: Handyberatung, Bewegungsangebote mit der Kiez-Sportlotsin.

Jahnsportpark letzte Runde

Begrüßung durch Anina Böhme
Foto: georg+georg

Am Donnerstag, den 9. September wurden im Jahnsportpark die endgültigen Entwürfe der Machbarkeitsstudie vorgestellt. Sie können online unter diesem Link angesehen werden:

https://jahnsportpark-fuer-alle.berlin.de/mitmachen/dritte-werkstatt/

Am 15. September soll sich die Projektgruppe auf eine Empfehlung einigen. Diese muss bis zum 18.09. schriftlich eingereicht werden.

Am 29. September soll das politische Lenkungsgremium die Entscheidung darüber treffen, welche Variante tatsächlich umgesetzt werden soll.

Wir halten Sie weiterhin auf dem laufenden. 

 

Jahnsportpark 3. öffentliche Werkstatt

Nachdem alle Teams die Meinung der Öffentlichkeit sowie der Expert*innen eingeholt haben, werden sie am Donnerstag, den 9. September in der dritten öffentlichen Werkstatt ihre gereiften Entwürfe vorstellen.

Bereits ab 16.00 Uhr können Sie sich vor Ort die Entwürfe der Planungsteams ansehen. Zwischen 16.30 und 17.30 Uhr haben Sie außerdem die Möglichkeit, das alte Cantianstadion zu besuchen.

Bitte beachten Sie nachfolgenden Anmeldehinweis.

Anmeldung: 
Eine Teilnahme an der Veranstaltung, der Entwurfseinsicht sowie an der Stadionbesichtigung ist nur nach vorheriger Anmeldung und mit tagesaktuellem Negativtest oder vollständigem Impf- bzw. Genesenennachweis möglich.  Da die Gesamt-Teilnehmendenzahl begrenzt ist, melden Sie sich bitte unbedingt bis spätestens 06.09.2021 unter Berlin.de an.

Nutzen Sie diese Gelegenheit, um live dabei zu sein und mitzureden.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Jahnsportpark Machbarkeitsstudie

Am 11. August 2021 fand die zweite öffentliche Werkstatt im städtebaulichen Verfahren zur Weiterentwicklung des Jahnsportparks statt. Diese Veranstaltung war direkt vor Ort, in mehreren Zelten im Park.

Karte von Berlin (K5 SW-Ausgabe) mit Markierung des Geltungsbereiches des Bebauungsplans 3-87

Die drei Teams stellten ihre ersten Entwürfe der Machbarkeitsstudie vor, die anschließend in drei Gruppen diskutiert wurden:

Team: Yellow Z Berlin / Holzwarth Landschaftsarchitektur
Szenario 1: Abriss/ Neubau an gleicher Stelle

Dieses Team stellte zwei Varianten vor:
– Boulevard (asymmetrisch) und
– öffentliche Mitte (oval)

In meiner Arbeitsgruppe wurde die Variante öffentliche Mitte bevorzugt.

Team: weberbrunner berlin / Herwarth + Holz / Landschaft planen+bauen
Szenario 2: Umbau und Erhalt des Stadions

Die Studie dieses Teams ist bestandsorientiert, es gibt eine Erschließung des Stadions nach unten und von dort in die Breite, die von außen nicht sichtbar ist. Außerdem soll der Park besser in die Nachbarschaft integriert werden (Durchwegung, Eingänge).

Team: Octagon Architekturkollektiv / Albert Wimmer / Querfeldeins
Szenario 3: Neubau eines Stadions an alternativer Stelle im Sportpark und Teilnutzung des bestehenden Stadions

Dieses Team plant eine Sport-Landschaft im alten Stadion und einen eng bebauten Sport-Campus im östlichen Teil des Parks.

Hier ist der Link, um die drei Entwürfe anzusehen:
https://mein.berlin.de/text/chapters/12769/?initialSlide=2

Sie können bis zum 16. August noch kommentiert werden.

Jahnsportpark vor Ort

Die nächste öffentliche Werkstatt findet direkt vor Ort statt, und zwar am 11.08. um 18 Uhr auf dem Parkplatz an der Eberswalder Straße.

Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung und mit Negativtest möglich.

Bitte melden Sie sich online an:

Hier können Sie die drei Entwürfe online kommentieren:

Städtebauliches Werkstattverfahren zur Weiterentwicklung des Jahnsportparks — meinBerlin

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Anno erzählt zeigt „Putte muss bleiben“

Wiederentdeckt: Politische Film- und Videoarbeiten der 1970er Jahre

Geschichtscafé von Anno erzählt zeigt zwei Filme zu stadt- und sozialpolitischen Auseinandersetzungen in West-Berlin

Anno erzählt zeigt am 16. August zwei filmische Werke der 1970er Jahre, die eng mit stadt- und sozialpolitischen Kämpfen verbunden sind: „Mietersolidarität‟ von Max Willutzki und Gerd Conradts „Putte muss bleiben‟. Der Filmkurator Florian Wüst ordnet zunächst die Bedeutung der Filme ein. Nach der Vorführung beantwortet Filmemacher Gerd Conradt die Fragen des Publikums. Einlass ist ab 20 Uhr im Olof-Palme-Zentrum in der Demminer Straße 28. Der Eintritt ist frei.

„Beide Filme sind Beispiele für die Ansätze sowohl der politischen Filmarbeit als auch der Mitte der 1970er Jahre aufkommenden videoaktivistischen Bewegung, um eine kritische Gegenöffentlichkeit herzustellen‟, sagt Filmkurator Florian Wüst. Der von den neuen medialen Mitteln unterstützte Widerstand gegen die Sanierungspolitik des Senats fhabe spätestens in den 1980er Jahren zur Umorientierung hin zu einer behutsameren Stadterneuerung geführt.

Max Willutzkis 13-minütiger, auf 16 Millimeter entstandene Kurzfilm „Mietersolidarität‟ (1970)verfolgt, wie einer siebenköpfigen Familie im Märkischen Viertel die Zwangsräumung droht und wie diese verhindert wird. Viele der Bewohner*innen des historischen Brunnenviertels wurden damals im Rahmen der städtebaulichen Sanierung des südlichen Weddings in das Märkische Viertel umgesetzt. Anlass für „Putte muss bleiben‟ (1974, 37 min) war die Räumung und der Abriss des Kinder- und Jugendzentrums Putte in der Rügener Straße 20. Die nahegelegene Putbusser Straße stand Pate für den Namen Putte. Der heutige Jugendklub Putte-Remise in der Biesentaler Straße 7 im Soldiner Kiez ist ein direkter Nachfolger der alten Putte. Die alte Putte, die auch als Wohngemeinschaft, Schülerladen und Hobbyraum diente, war eines der ersten besetzten Häuser in West-Berlin. Der mit dem neuen Medium Video produziete Film wurde von einer Seminargruppe des Instituts für Theaterwissenschaften der FU Berlin um den damals 33-jährigen Lehrbeauftragten Gerd Conradt gedreht. „Putte muss bleiben‟ zeigt den Kampf der betroffenen Weddinger Jugendlichen um den Erhalt ihres Hausprojekts. Die Filmgruppe nahm die Wohn- und Lebensverhältnisse im Brunnenviertel vor dessen Sanierung auf. Sie führte Interviews mit allen Beteiligten und dokumentierte die Demonstrationen gegen den Abriss. Der Widerstand stieß damals auf breite Unterstützung im Stadtteil, blieb aber letztlich erfolglos. Ebenfalls festgehalten ist das nicht eingehaltene offizielle Versprechen, an gleicher Stelle eine neue Einrichtung für Jugend- und Kinderarbeit zu bauen. Der heutige Jugendklub Olof-Palme-Zentrum wurde erst Ende der 1980er Jahre gegründet und bezog zunächst eine leere Etage eines ehemaligen Kaufhauses in der Stralsunder Straße.

Investor sucht Ideen der Bürger

Reden Sie mit! – Grafik: Quartier am Humboldthain

Erinnern Sie sich noch an die Hoffnungen, die mit Siemens-Nixdorf verbunden waren, als der Konzern Computer auf dem AEG-Gelände bauen wollte? Das war vor rund 30 Jahren. Nun gibt es wieder Hoffnungen und Zukunftserwartungen für das langgestreckte Haus mit den spiegelnden Kupferfenstern. Am besten zu sehen von der Gustav-Meyer-Allee aus. Die Quartier am Humboldthain GmbH mit Sitz in der Neuen Schönhauser Straße in Alt-Mitte will das Fabrikgelände umbauen und spricht dabei von einer offenen Projektentwicklung. „Gemeinsam mit Ihnen soll ein zukunftsfähiges Nutzungskonzept entwickelt werden“, schreibt der Investor in einer Postwurfsendung, die Sie vielleicht in Ihrem Briefkasten gefunden haben.

Termin

Ihre Ideen können Sie vortragen am Donnerstag, 29. Juli, von 15.30 Uhr bis 20.30. In dieser Zeit gibt es zwei Blöcke. Einer startet um 16 Uhr, ein zweiter um 18.30 Uhr. Treffpunkt sind die Veranstaltungsräume Amplifier, die von der Voltastraße aus gut zu erreichen sind (offizielle Adresse Gustav-Meyer-Allee 25, Haus 12).

„Eine Teilnahme auch nur für einzelne Programmpunkte ist möglich“. Das Besondere: „Austausch und Diskussion zu Themen freier Wahl“. Wobei vermutlich nicht Anarchie und Wünsch-Dir-Was möglich sein wird:

Was heißt offen?

Auch wenn es offene Projektentwicklung heißt, ist nicht alles möglich. Der Investor erklärt, für welche Bereiche er Ideen erwartet.

1. Stichwort Durchwegungen. Als Industriefläche ist das ehemalige AEG-Gelände heute abgezäunt. Der Investor will das künftige Quartier öffnen. Welche Wegebeziehungen sind dabei sinnvoll?

2. Der Teilsatz „Öffentlichkeit, insbesondere von Nutzungen in den Erdgeschosszonen“ beschreibt die Suche nach Ideen für die Vermietung. Kita, Weinschule, Restaurant oder Aldi? Was wird gebraucht?

3. Anbindung an den Humboldthain. Sehr alte Stadtpläne zeigen, dass der Humboldthain sich früher auch südlich der Gustav-Meyer-Allee erstreckte. Die Villa des Gartenplaners Gustav Meyer befand sich zum Beispiel dort. Nun ist die Frage: Wie kann das neue Quartier mit dem Humboldthain verknüpft werden?

Über den Investor

Hinter dem Namen Quartier am Humboldthain GmbH steht die Coros. Das Immobilienunternehmen wurde vor fünf Jahren als Commdus gegründet. Selbstbeschreibung: „Wir bei Coros sind der Überzeugung, dass sich nachhaltige Stadtentwicklung und positive Wertentwicklung nicht ausschließen, sondern vielmehr gegenseitig bedingen.“ Die Webseite von Coros zählt unter Projekte das Quartier am Humbolthain als erstes – also wichtigstes? – auf.

Werkstattverfahren Jahnsportpark beginnt

Heute wollen wir Ihnen die drei Planungsteams vorstellen, die in den nächsten Monaten die verschiedenen Entwicklungsperspektiven für den Jahnsportpark erarbeiten sollen.

Jedes Team besteht aus mehreren Unternehmungen, die auf unterschiedliche Fachgebiete spezialisiert sind. Team 1 und 2 sind in Berlin ansässig, Team 3 ist in Leipzig, Dresden und Wien verortet.

Die Planungsteams werden unterstützt von einzelnen Expert*innen, die aus folgenden Institutionen kommen:

Das sind im einzelnen folgende Menschen:

Sportentwicklung – Michael Barsuhn
Sportanlagenbau – Stefan Nixdorf
Klima/ Umwelt – Peter Trute
Verkehr – Dr. Heinrich/ Hr. Reimann
Mobilität – Prof. Dr. Barbara Lenz
Lärm – Lothar Krawczack
Veranstaltungen – Ulrik Ruhnau
Inklusion – Christoph Pisarz

Wir sind gespannt auf die ersten Zwischenergebnisse.

Jahnsportpark für alle

Jahnsportpark von oben
Kartengrundlage: fisbroker

Das Planungs- und Partizipationsverfahren zur Entwicklung des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks hat begonnen. Am 25.06. fand die Auftaktveranstaltung statt, in der die drei Planungsteams vorgestellt wurden. Sie sollen die drei Entwicklungsperspektiven erarbeiten, von denen wir bereits berichtet haben: Umbau des vorhandenen Cantianstadions, Abriss und Neubau an gleicher Stelle, Neubau an anderer Stelle sowie Teilerhalt des großen Stadions.

Am Samstag (26.06.) fanden mehrere Führungen über das Gelände statt, um die Örtlichkeiten besser kennenzulernen. Dabei trafen Expert*innen auf Anwohnende, es wurden viele Fragen gestellt.

Die Essenz der Belange der Anwohnenden können wir in drei Kernthemen zusammenfassen:

  1. (Breiten-) Sport + Inklusion sind völlig willkommen
  2. Umwelt, Flora/ Fauna, Klima etc. müssen bei der Entwicklung beachtet werden
  3. ein umfassendes Verkehrskonzept (incl. Max-Schmeling-Halle) ist erforderlich, damit die Gegend nicht ständig von Blechlawinen überrollt wird (z.B. Kombi-Ticket + Parkhaus)

Es gibt viel zu beachten für die Planungsteams.
Wir berichten über die weitere Entwicklung im Jahnsportpark.