Trauer um Holger Eckert

Vereinsmitglied Holger Eckert ist gestorben. Wir trauern um ein Vereinsmitglied, das mehrmals in der Woche im Freizeiteck in der Graunstraße 28 vorbeischaute. Zusammen mit Dunja Berndt hat er die Gleim-Oase erst entdeckt, wieder hergestellt und viele Jahre lang treu gepflegt. Niemand kann zählen, wie viele Stunden Artbeit er in die Gestaltung der Verkehrsinsel steckte.

Fehlen wird uns seine fröhliche Art. Holger Eckert packte an. Unvergessen sein Ruf als Gastgeber: „Ihr könnt alles stehen lassen“.

Wir haben im Familienalbum geblättert, um uns an die guten Stunden mit ihm zu erinnern. So soll er uns im Gedächtnis bleiben.

Trauer um Margot Visser

Unser Vereinsmitglied Margot Visser ist gestorben. Wir trauern um eine Nachbarin, die sich im Kiez vielerorts eingesetzt hat. Sie wird nicht nur uns fehlen. Viele Orte im Brunnenviertel, die auf hilfsbereite und engagierte Bürger angewiesen sind, werden sie vermissen.

Das unten stehende Foto zeigt eine typische Situation. Margot Visser mit weit über 80 Jahren spricht in einer Senioreneinrichtung. Rechts im Bild der damalige Stadtrat für Soziales, heute Bezirksbürgermeister, Stephan von Dassel. Man darf davon ausgehen, dass sie auch bei dieser Gelegenheit offen aussprach, was sie dachte.

Margot Visser im April 2016 bei einer Seniorenversammlung.

Das Amt in Kenntnis setzen

Meinung: Einige Anwohner sind vermutlich fassunglos, wenn sie die Antwort des Senats auf die Anfrage des Linken Abgeordneten Tobias Schulze zur Swinemünder Straße lesen. Ob Autos die Fußgängerpromenade als Durchfahrt nutzen? Antwort: „In den Jahren 2018 sowie 2019 wurden keine recherchierbaren Verstöße festgestellt.“ – Wie viele der zuhauf parkenden Autos wurden abgeschleppt? „Eine Umsetzung im November 2018“ und „eine Umsetzung im April 2019“. – Soll künftig mehr kontrolliert werden? Nein, denn „der genannte Verkehrsbereich ist kein polizeilich erfasster Schwerpunkt hinsichtlich übermäßiger verkehrsrechtlicher Verstöße.“

Die emotionale Reaktion unter den engagierten Anwohner ist wahrscheinlich: Wie kann das bloß sein? Wissen die nicht, was hier los ist?

Die Antwort lautet: Genauso ist es. In der Verwaltung weiß offenbar niemand, was auf der Swinemünder Straße los ist. Und dieser Satz ist nicht ironisch, böse oder sarkastisch gemeint. Blickt man nach einigen Tagen ruhiger auf das Antwortschreiben, dann ordnen sich die Dinge. Da sind zum einen die Fakten: Ja, das Durchfahren, die Kreativität der Autofahrer bei der Suche nach neuen Querungen, das Halten und vor allem das Parken – all das hat erheblich zugenommen. Die Fußgängerpromenade wird von Autofahrern zunehmend als normale Straße wahrgenommen.

Und da ist zum anderen die Kenntnis dieser Fakten: Wenn der Bezirk, as Ordnungsamt oder der Senat nichts vom Wild West auf der Swinemünder Straße weiß, dann hilft nur eines: Dokumentation.

Die Antwort des Senats auf die Anfrage von Tobias Schulze ist bei besonnener Betrachtung so zu verstehen: die Verwaltung hätte gern mehr Informationen. Es liegen ihr zu wenig Daten vor.

Die Aufgabe derjenigen, die (zum Beispiel in der MachMit-Gruppe) eine lebenswerte, ruhige, entspannte Promenade zurückhaben wollen, die sollten nun zählen, fotografieren und Strichlisten führen. Und ihre Erhebungen zum Amt tragen.

Dieser Text stellt eine Einzelmeinung von Andrei Schnell (Vorstand des Brunnenviertel e.V.) dar.

Falschparker Swinemünder Straße
Falschparker auf der Swinemünder Straße.

Dankeschön

Eröffnung Freizeiteck
Eröffnung des Freizeitecks am 4. September. Foto Sulamith Sallmann

Am 4. September öffnete der Brunnenviertel e.V. zum ersten Mal die Türen, nachdem im Sommer das Freizeiteck grundlegend aufgefrischt wurde. Am auffälligsten ist die neue grüne Farbe. Außerdem hat der Nachbarschaftsraum hat nun eine Durchreiche bekommen und wirkt nun größer und luftiger. Die Küche und die Toilette wurde verlegt.

Finanziert und ermöglicht hat den Umbau die Wohnungsbaugesellschaft Degewo. Auch das Quartiersmanagement Brunnenviertel-Brunnenstraße hat über den Aktionsfonds einen Betrag beigesteuert. Hierfür einen großen Dank.

Bedanken möchten wir uns aber auch bei den Kiezläufern, die mit angepackt haben.

Beim Dank nicht vergessen werden sollen auch auch die ehrenamtlichen Helfer.

Trödel am 29. August

Schild Trödelmarkt

Alles muss raus, besenrein muss der Seminarraum Ramlerstraße 20 demnächst an die Vermieterin Degewo übergeben werden. Deshalb öffnet der Brunnenviertel e.V. am 29. August von 16 bis 19 Uhr ein letztes Mal die Türen. Bei einem Trödel wird alles abgegeben, was nicht niet- und nagelfest ist. Kühlschrank oder Sammeltasse, Ölgemälde oder Monitor – hier ein paar Fotos von den Dingen, die der Verein anbietet. 

Podiumsdiskussion mit EU-Politikern

Am 22. Mai findet um 19 Uhr im Olof-Palme-Zentrum im Vorfeld der Europawahl eine Podiumsdiskussion statt. Eingeladen sind Politikerinnen und Politiker, die zur Wahl stehen. Sowohl Jugendliche als auch Nachbarinnen und Nachbarn aus dem Kiez haben die Möglichkeit, ihre Fragen an die Politikerinnen und Politiker zu richten, insbesondere in Bezug auf das Leben in Berlin-Mitte und im Brunnenviertel. Dabei kann es zum Beispiel um Klimaschutz, Bildungsperspektiven oder soziale Gerechtigkeit gehen. Einen kleinen Imbiss und Getränke gibt es gegen Spende. Die Veranstaltung findet in enger Kooperation mit dem Brunnenviertel e.V. statt.

Mehr los im Freizeiteck

Seit vielen Jahren öffnen wir das Freizeiteck in der Graunstraße für zahlreiche nachbarschaftliche Angebote. Nun können wir unseren Raum dank einer Zusammenarbeit mit Olof-Palme-Zentrum (OPZ) öfter öffnen. Möglich ist das, weil wir und Jochen Uhländer vom OPZ erkannt haben, dass eine Chance besteht, die aktuelle Situation so zu ändern, dass beide profitieren. Finanziell unterstützt wurde die Idee vom Quartiersmanagement Brunnenstraße, wofür wir sehr dankbar sind.

Das Freizeiteck in der Graunstraße 20 hat nun mehr Angebote. Foto: Andrei Schnell

„Ich muss nun niemanden mehr wegschicken“, erklärt Jochen Uhländer vom OPZ seine Motivation für die Kooperation. Das OPZ in der Demminer Straße 28 ist für Nachbarschaftsarbeit am Vormittag und am Abend, sowie am Wochenende geöffnet. In der Woche am Nachmittag wird das Haus als Jugendtreff genutzt. Nun kann er zunächst am Montag und Dienstag auf das Freizeiteck verweisen. Wenn aktive Menschen im Kiez einen Raum für Treffen, Proben oder Veranstaltungen suchen, kann er ihnen den Raum im Freizeiteck anbieten.

Die praktische Seite wie Aufschließen oder Aufräumen wird eine FAV-Kraft (Begriff des Jobcenters für Förderung von Arbeitsverhältnissen) übernehmen, die an diesen beiden Wochentagen im Freizeiteck anwesend sein wird. „Die FAV-Kraft wird nicht nur passiv anwesend sein, sondern als Info-Stelle aktiv sein.“ Eigene Angebote wird es vom Olof-Palme-Zentrum nicht geben. „Ich verstehe mich als Ermöglicher. Auch das OPZ war am Anfang leer, jetzt habe ich viele Nachfragen von aktiven Bürgern, denen Räume, technische Ausstattung und kleine Tipps bei ihren eigenen Zielen weiterhelfen.“

Wir vom Brunnenviertel e.V. freuen uns, in unser ehrenamtlichen Betreuung des Freizeitecks entlastet zu werden. Unsere eigenen Angebote werden weiterhin stattfinden – siehe Wochenplan. Außerdem hoffen wir insgeheim, dass der eine oder andere neue Nutzer des Freizeitecks auch den Brunnenviertel e.V. für sich entdeckt.

Finanziell überhaupt möglich gemacht hat die Kooperation das Quartiersmanagement Brunnenviertel-Brunnenstraße. Dem Quartiersrat, den Quartiersmanagern und allen anderen Beteiligten, die sich für dieses Projekt eingesetzt haben, danken wir herzlich.

Lebendiger Kiez statt Untätigkeit

Vorstand des Brunnenviertel e.V. fordert eine Zukunft für altes Schulgebäude (ehemaliges Diesterweg Gymnasium)

Der Vorstand des Brunnenviertel e.V. und zahlreiche Mitglieder des Vereins unterstützen alle, die für einen Erhalt des außergewöhnlichen Schulhauses in der Swinemünder Straße eintreten. Wir sind deshalb gegen den vor kurzem öffentlich gewordenen Wunsch nach einem Abriss als auch gegen die Umwandlung in einen Schulstandort, weil damit ebenfalls ein Abriss verbunden wäre.

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