MachMit!-Gruppe: 26. August im Brunnenviertel

MachMitGruppe
Die MachMit!-Gruppe trifft sich auf der Swinemünder Promenade. Foto: Jochen Uhländer

Die Mach Mit Gruppe will ein faires und rücksichtsvolles Miteinander auf der Swinemünder Promenade. Am 26. August trifft sich die Gruppe wieder. Gäste sind hezrlich willkommen, wenn auf der Promenade debattiert wird und anschließend bei einer #Sprühaktion auf das Anliegen aufmerksam gemacht wird.

Sprühaktion im Brunnenviertel

Die Mach Mit Gruppe hat Ende Juli auf der Swinemünder Straße mit regenlöslicher Sprühkreide freundlich gemeinte Hinweise gesprüht. Mit der Sprühaktion will die Gruppe ihr Anliegen in die Öffentlichkeit tragen: die Promenade zwischen Bernauer Straße und Gleimstraße soll ein Weg zum Spazierengehen bleiben. In letzter Zeit parken Autos falsch, fahren zu schnell und auch Radfahrer sind nicht immer rücksichtsvoll. Auch wenn der Parkdruck steigt und es immer schwerer ist, einen Parkplatz zu finden, die Swinemünder Straße ist kein Parkplatz.

Vor der Aktion hat sich die Gruppe zu einem öffentlichen Meeting auf der Fußgängermeile getroffen – mit Corona gebührenden Abstand.

Falschparker im Brunnenviertel

Meinung: Einige Anwohner sind vermutlich fassunglos, wenn sie die Antwort des Senats auf die Anfrage des Linken Abgeordneten Tobias Schulze zur Swinemünder „Straße“ lesen. Ob Autos den Fußweg als Durchfahrt nutzen? Antwort: „In den Jahren 2018 sowie 2019 wurden keine recherchierbaren Verstöße festgestellt.“ – Wie viele der zuhauf parkenden Autos wurden abgeschleppt? „Eine Umsetzung im November 2018“ und „eine Umsetzung im April 2019“. – Soll künftig mehr kontrolliert werden? Nein, denn „der genannte Verkehrsbereich ist kein polizeilich erfasster Schwerpunkt hinsichtlich übermäßiger verkehrsrechtlicher Verstöße.“

Die emotionale Reaktion unter den engagierten Anwohnern ist wahrscheinlich: Wie kann das bloß sein? Wissen die nicht, was hier los ist?

Die Antwort lautet: Genauso ist es. In der Verwaltung weiß offenbar niemand, was auf der Swinemünder „Straße“ los ist. Und dieser Satz ist nicht ironisch, böse oder sarkastisch gemeint. Blickt man nach einigen Tagen ruhiger auf das Antwortschreiben, dann ordnen sich die Dinge. Da sind zum einen die Fakten: Ja, das Durchfahren, die Kreativität der Autofahrer bei der Suche nach neuen Querungen, das Halten und vor allem das Parken – all das hat erheblich zugenommen. Der Fußweg wird von Autofahrern zunehmend als normale Straße wahrgenommen.

Und da ist zum anderen die Kenntnis dieser Fakten: Wenn der Bezirk, das Ordnungsamt oder der Senat nichts vom Wild West auf der Swinemünder „Straße“ wissen, dann hilft nur eines: Dokumentation.

Die Antwort des Senats auf die Anfrage von Tobias Schulze ist bei besonnener Betrachtung so zu verstehen: die Verwaltung hätte gern mehr Informationen. Es liegen ihr zu wenig Daten vor.

Die Aufgabe derjenigen, die (zum Beispiel in der MachMit!-Gruppe) eine lebenswerte, ruhige, entspannte Promenade zurückhaben wollen, die sollten nun zählen, fotografieren und Strichlisten führen. Und ihre Erhebungen zum Amt tragen.

Dieser Text stellt eine Einzelmeinung von Andrei Schnell (Vorstand des Brunnenviertel e.V.) dar.

Falschparker Swinemünder Straße
Falschparker auf der Swinemünder Straße.

MachMit!-Gruppe im Brunnenviertel am 26. Februar

Die MachMit!-Gruppe des Brunnenviertel e.V. trifft sich wieder am 26. Februar um 18 Uhr im Freizeiteck/ Graunstraße 28.

Anliegen der aktiven Gruppe ist die Swinemünder Fußgängerzone und Umgebung. Es geht um Missstände auf der Promenade, gegen die etwas unternommen werden soll.

Die Gruppe ist offen für Mitstreiter, die sich ebenfalls eine schöne Swinemünder „Straße“ wünschen.

Regelmäßige Treffen sind jeden 4. Mittwoch im Monat um 18 Uhr im Freizeiteck.

Mach Mit Gruppe