Klimanotstand

Das war mein Lieblings-Begriff während der Auftakt-Veranstaltung zum Wettbewerbs-Verfahren für den Jahnsportpark. Er zeigte am deutlichsten, wie weit der erst kürzlich gewählte Senat von den Bürger:innen entfernt ist.

Er träumt von Leuchtturm-Projekt, von Olympia – während Menschen existenzielle Zukunftsängste wegen der geplanten Bodenversiegelungen haben. Da ist gar keine Verständigung möglich, dazwischen liegen Welten.

Auch die Sportfunktionäre, die von berechtigten Bedarfen sprechen, wenn sie auf versiegelten Flächen Hockey oder Tennis spielen wollen, schweben in ganz anderen Sphären. Vielleicht brauchen sie keinen Sauerstoff zum Atmen?

Fazit: Der Senat macht, was er will. Die angebliche Bürger“beteiligung“, die viel Energie und Steuergelder gekostet hat, hätte er sich auch sparen können. Die momentan stattfindende Dürre wurde zwar angesprochen, jedoch ignoriert.

Jahnsportpark für wen ?

Aufruf der Bürgerinitiative Jahnsportpark:

Die Senatsverwaltung plant in wenigen Tagen, einen Realisierungswettbewerb allein für das Stadion auszuloben. Das traditionsreiche Cantian-Stadion soll abgerissen werden und einem Neubau weichen. Lichtmasten und Tribünengebäude werden dabei aller Voraussicht nach nicht erhalten werden.

Der Sportpark wird im Verfahren nur als Ideenteil ausgeschrieben, seine Realisierung ist nicht vor 2026 geplant und auch nicht im Haushalt für diese Legislaturperiode vorgesehen. Die Verwaltung hat nämlich versäumt, das Bedarfsprogramm für den Breitensport rechtzeitig zu prüfen und zu beschließen.

Sämtliche Erkenntnisse der Bürgerbeteiligung und des 2021 durchgeführten Werkstattverfahrens werden einfach ignoriert. Ein neues Stadion für Spitzensport und Events wird geplant; der für Inklusion, Kinder und Jugendliche viel wichtigere Sportpark fällt hinten runter.

Was kannst Du tun?

Aktuell gibt es zwei Möglichkeiten, aktiv zu unterstützen:

Schreibe gleich heute Deinen Abgeordneten im Abgeordnetenhaus!

Teile den Abgeordneten der Grünen und Linken mit, wie Du zu den neuen Plänen der Senatsverwaltung stehst, warum der Sportpark nach Corona nicht hinten angestellt werden kann und warum ein Abriss nicht mit den Zielen der Nachhaltigkeit vereinbar ist.

Die Mailadressen der Politiker*innen findest Du hier:
https://www.jahnsportpark.de/schreib-deinen-abgeordneten/

Gute Argumente findest Du zum Beispiel hier:
https://www.jahnsportpark.de/forderungen/
https://www.jahnsportpark.de/2022/03/offener-brief-an-senator-fuer-stadtentwicklung-andreas-geisel/
https://www.youtube.com/watch?v=XiiR4eM0GeY
https://leute.tagesspiegel.de/pankow/sportler/2022/03/17/213749/

Nimm am Montag an der Auftaktveranstaltung (Zoom) für das weitere Verfahren teil!

Am Montag, 21.03.2022, von 18:00 bis 20:30 Uhr informiert die Senatsverwaltung über den geplanten Ablauf des Verfahrens sowie über die Beteiligungsmöglichkeiten per Zoom-Webinar. Zur Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich.

Jetzt anmelden:
https://zoom.us/webinar/register/WN_zkI0LrbvRuqOvSDY7FPu5A

Diese 3 Punkte sind entscheidend – die müssen wir am 21.03. fordern:

– Der Realisierungswettbewerb muss den gesamten Sportpark umfassen.
– Der Erhalt von Haupttribüne und Lichtmasten muss mit Nachdruck gefordert werden.
– Der Umbau des Stadions muss endlich vom Senat bestätigt werden!

Bereits am 25.03. will die Senatsverwaltung den Wettbewerb EU-weit vorankündigen.
Es bleiben nur noch wenige Tage, die Abgeordneten der Grünen und der Linken umzustimmen, nur sie können die Senatsverwaltung stoppen.

Es liegt an Dir: Mit ein paar Klicks können wir zusammen den Jahnsportpark retten!

Bitte teile diesen Aufruf und mobilisiere weitere Unterstützer.

Hilfe für Flüchtlinge

Die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine, die in großer Anzahl vor allem am Berliner Hauptbahnhof ankommen, benötigen unsere Unterstützung. Benötigt werden vor allem Geld- und Sachspenden, jedoch auch Unterbringungsmöglichkeiten.

Näheres lesen Sie im WeddingWeiser:

https://weddingweiser.de/ukraine-hilfe-wedding/?fbclid=IwAR2m_mmrol6biQ8RFiDKLiyt-pyr6WdWLGqUTj-Pu9g4PzoU8wvbUXgFMsk

„Ebru Schaefer sammelt in einer neuen Aktion Geldspenden, um Übernachtungen für geflüchtete Ukrainer:innen in einem Hostel im Wedding zu ermöglichen. Ein Schlafplatz für eine Nacht kostet in der Unterkunft 20,50 Euro pro Person (inklusive Frühstück). Wer eine Schlafplatz-Patenschaft übernehmen will, kann an den Verein der internationalen Freundschaft und Solidarität e.V. überweisen. (IBAN: DE30 1001 0010 0656 3151 07, BIC: PBNKDEFF, Verwendungszweck “Soforthilfe für Hostelschlafplätze”.“

Jahnsportpark Wettbewerbsverfahren

Am 3. März tagte die Projektgruppe zur Qualifizierung des Jahnsportparks mal wieder. Vertreter:innen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen haben erläutert, was genau mit dem Neubau des Cantianstadions gemeint ist: identitätsstiftende Merkmale sollen erhalten bleiben. Dies ist allerdings bisher noch völlig schwammig formuliert.

Warum der Affront der neu gewählten Sportsenatorin in ihrer Presseerklärung erfolgte, wurde nicht erklärt. Die anwesenden Sportfunktionäre waren auch „auf Krawall gebürstet“, nachdem sich die Stimmung zum Ende des Partizipationsverfahrens einigermaßen beruhigt hatte.

Der Auftakt zum Wettbewerbsverfahren erfolgt am 21.03. um 18 Uhr online:

https://jahnsportpark-fuer-alle.berlin.de/aktuelles/auftaktveranstaltung-zum-wettbewerbsverfahren/

Bitte melden Sie sich online an.

Bürgerbeteiligung ???

„Vor dem Hintergrund der Wirtschaftlichkeit, dem Raumprogramm, der städtebaulichen Rahmenbedingungen und den besonderen Anforderungen an ein Inklusionsportstandort hat das Lenkungsgremium entschieden, das Stadion unter Einbeziehung der wesentlichen identitätsstiftenden Merkmale des Jahnsportparks neu zu bauen.“

Quelle: 
https://www.berlin.de/sen/inneres/presse/pressemitteilungen/2022/pressemitteilung.1179481.php

Diese Pressemitteilung zum Jahnsportpark von Sportsenatorin Iris Spranger hat uns einigermaßen überrascht.

Der neu gewählte Senat hat also entschieden, das umfangreiche Bürger-Beteiligungs-Verfahren des vorigen Jahres ad absurdum zu führen, indem er von oben herab einfach anders entscheidet.

Den Multiplikator:innen, die unendlich viel Zeit und Energie in dieses Verfahren investiert haben, fehlen die Worte.

Die Bürgerinitiative hat bereits reagiert:
https://www.jahnsportpark.de/2022/02/klimaschutz-nicht-jetzt-nicht-hier-nicht-mit-der-spd/

Fermentieren statt wegwerfen

rote Bete nach einer Woche Fermentierung

Am 3. Februar hab ich am Fermentierungs-Workshop des Vereins Restlos Glücklich teilgenommen. Kohl und rote Bete, Gewürze und Gläser wurden zur Verfügung gestellt. Sowohl Schraub- als auch Bügelgläser sind möglich.

Ich war überrascht, dass Fermentieren so einfach ist. Benötigt werden eigentlich nur (abgekochtes) Wasser und Salz. Gewürze und Kräuter können nach Belieben zur Verfeinerung des Geschmackes hinzugefügt werden.

Wichtig ist jedoch Hygiene: Glas und Deckel müssen sterilisiert werden, z.B. im Backofen oder in kochendem Wasser.

Außerdem muss das zu fermentierende Gemüse völlig von der Lake bedeckt sein. Kontakt mit Sauerstoff würde zu Fäulnis führen.

Nach einer Woche hab ich mein Experiment probiert und bin vom Geschmack bereits begeistert: restlos glücklich.

RESTLOS GLÜCKLICH e.V.
findet ihr auf facebook und instagram

Baumfällungen in der Swinemünder

In der nördlichen Swinemünder Straße soll ein Radweg angelegt werden. Das finden wir sehr löblich. Dem sollen fast alle Bäume geopfert werden. Das geht überhaupt nicht, sagen wir.

Den folgenden Brief haben wir an Politiker:innen und Umweltverbände geschickt:

Wir protestieren auf das schärfste und erwarten eine Rücknahme dieser Aktion.

In der Swinemünder Straße sollen zwischen Rügener und Ramlerstraße 10 von 12 Bäumen gefällt werden, von denen die ältesten 100 Jahre alt sind.

Davon war in der sogenannten Beteiligung 3/2018 nie die Rede und wir konnten somit darauf auch nicht reagieren bzw. rechtzeitig Einspruch erheben.

Wie schon bei anderen Bauvorhaben erweckt es den Eindruck, dass wertvolle Bäume der Baufreiheit zum Opfer fallen sollen. Wo sind die Gutachten, dass alle Bäume morsch sind?

Auch die geplante Nachpflanzung von lediglich 4 Bäumen ist nicht akzeptabel. Damit verschlechtert sich das Kiezklima weiter. In den vergangenen Jahren wurden bereits zahlreiche alte Bäume im Brunnenviertel gefällt und nur wenige nachgepflanzt. Gerade im Innenstadtbereich ist das nicht akzeptabel, uns fehlen immer mehr natürliche „Luftreiniger“.

Wir sind ausdrücklich dafür, dass die Kreuzung an der Swinemünder Brücke übersichtlich und verkehrsfreundlich gestaltet wird.

Wir sind auch für Radfahrer und Radwege. Wir sind aber gegen diese Lösung, die Straße mit Bitumen zu versehen. Das erhitzt nachweislich weiter das Gebiet.

Zwischen Bauplanung und Bauausführung liegen mehrere Jahre. Inzwischen ist man bei der Klimapolitik an einem anderen Stand als zur Zeit der Planung. Das muss berücksichtigt werden. Die genannten Maßnahmen können nicht – wie in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts üblich – mit Kahlschlag und Bodenversiegelung zu Lasten von Natur, Umwelt und Klima ausgeführt werden. Diese Zeiten sind lange vorbei. Heutzutage müssen kreative Lösungen gefunden und umgesetzt werden.

Rücken Sie von den Baumfällungen ab und finden Sie akzeptable Lösungen. Diese erwarten wir von den von uns gewählten Politiker:innen.

BÜRGER:INNEN WEHRT EUCH GEGEN DIESE BAUMFÄLLUNGEN !!!

Lasst nicht zu, dass gesunde Bäume einfach abgeholzt werden.

Jahnsportpark nächste Phase

Das Lenkungsgremium hat sich Zeit gelassen. Es hat insgesamt dreimal getagt, um eine Entscheidung zu fällen. Das Ergebnis wurde der Planungsgruppe am 24.11. vorgestellt:

Viele Lösungsansätze aller drei Planungsteams werden insgesamt positiv aufgenommen. Lediglich ein Verschieben des Cantianstadions in Richtung Osten (Version 3) wird ausgeschlossen.

Diese positiven Lösungsansätze gehen in ein neues zweiphasiges Wettbewerbsverfahren ein, das unmittelbar Anfang 2022 beginnen soll. Dieses Verfahren wird offen EU-weit ausgeschrieben. Es soll Ende nächsten Jahres abgeschlossen sein.

Die Ausführung soll in zwei Bauabschnitten erfolgen: zunächst das Stadion, dann der Sportpark. Anscheinend ist die komplette Finanzierung noch nicht geklärt.

Zu klären bleibt, wann die Verkehrs- und Lärmstudien erfolgen/ umgesetzt werden.

Es bleibt spannend!

Swinemünder „Straße“

Die Swinemünder „Straße“ ist ein Fußweg. Wir wissen das und Sie vielleicht auch. Doch viele Benutzer*innen tun zumindest so, als wüssten sie es nicht, obwohl die Beschilderung eindeutig ist.

Hierzu gibt es jetzt einen Aufklärungsfilm auf YouTube, der von einem Profi gedreht wurde:

https://www.youtube.com/watch?v=cSLTZ3mT1Rs&ab_channel=cities4people

Wir wünschen viel Spaß beim Ansehen!

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