Besuch vom Brunnenviertel

In Deutschland ist der Name Brunnenviertel nicht unüblich. Immobilienunternehmen in Leipzig oder Potsdam und nicht nur dort lieben den Namen, und benennen neu gebaute Stadtquartiere so. Nun hat uns der unterhaltsame Obmann Kai Sann von der IG Brunnenviertel aus Wien besucht. Ein Wiener Brunnenviertler besucht das Berliner Brunnenviertel.

Wir haben bei einer Tasse Kaffee über das Wiener Brunnenviertel mit dem größten Detailmarkt Europas geplaudert. Schaut mal auf die Webseite www.brunnenviertel.at.

Andrei Schnell, Dunja Berndt, Beate Chudowa vom Berliner Brunnenviertel e.V. und Kai Sann von der Wiener IG Brunnenviertel

Wurzelgemüse

ein Quiz zur Einstimmung
Foto: Angelika Schön

Die Stimmung war locker und entspannt beim Kochworkshop zum Thema Wurzelgemüse des Vereins Restlos Glücklich. Julia und Ramona probierten mehrere leckere Rezepte mit den Teilnehmenden aus.

Am Ende wurde tatsächlich alles aufgegessen. Alle enteilten wohlgenährt und zufrieden.

das waren einige der Zutaten
Foto: Dunja Berndt

Eventuell gibt es in diesem Jahr noch einen Workshop in den Räumlichkeiten des Brunnenviertel e.V. Wir weisen rechtzeitig darauf hin. Die Teilnahme ist kostenlos.

Anwohnerfest

Am Sonntag, den 04. September von 14 bis 18 Uhr organisieren wir unser alljährliches Anwohnerfest, das wie immer am Vinetaplatz stattfindet.

Unter anderem erwarten dich:

ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm

internationales Fingerfood

eine Saatgut- und Pflanzentauschbörse

Info- und Mitmach-Stände verschiedener Kooperationspartner:innen aus dem Brunnenviertel

Sport- und Spielangebote für Kinder und Jugendliche

Passend zur BruGA sind unsere Themenschwerpunkte Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit.

Wir laden dich herzlich ein vorbeizuschauen und MÜLL zu VERMEIDEN.

JSP es geht los

Am Dienstag kann sich die Bürgerschaft die ausgewählten Arbeiten für die zweite Wettbewerbsphase ONLINE ansehen und kommentieren.

Wir sind:

GEGEN den Umwelt- und Klimafeindlichen TOTALABRISS des geschichtsträchtigen Cantian-Stadions

GEGEN zusätzliche VERSIEGELUNG des Bodens (z.B. Plastikrasen)

FÜR BREITENSPORT (z.B. Erhalt der vorhandenen Naturwiese)

FÜR UMWELT, KLIMA, NACHHALTIGKEIT

JEDE STIMME ZÄHLT

JahnSportPark

Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark
das geschichtsträchtige Cantian-Stadion – Foto: Mangan02/Wikimedia

Beim Jahnsportpark läuft momentan eine EU-weite Ausschreibung. Hier sind die Eckdaten des Realisierungswettbewerbs:

Tag der Auslobung: 28.04.2022
Abgabe 1. Phase: 01.07.2022
Preisgericht 1. Phase: 08./09.08.2022
öffentliche digitale Ausstellung: 16. August 2022 zwischen 14.00 und 22.00 Uhr

FACHpreisrichter:innen
Uwe Schröder Architekt, Bonn
Barbara Ettinger-Brinckmann Architektin, Kassel
Jörg Joppien Architekt, Berlin
Iris Dupper Landschaftsarchitektin, Kranzberg
Nicole Parlow Bauingenieurin für TWP, Berlin
Dr. Cyrus Zahiri Architekt, Berlin

SACHpreisrichter:innen
Dr. Nicola Böcker-Giannini, Staatssekretärin für Sport
Petra Kahlfeldt, Senatsbaudirektorin
Thomas Härtel, Präsident des Landes-Sport-Bundes Berlin
Sören Benn, Bezirk Pankow von Berlin, Bezirksbürgermeister
Philipp Dittrich, Werkstattverfahren Jahnsportpark, Projektgruppe

Die gute Nachricht: Die Projektgruppe (d.h. die Bürgerschaft) ist mit Philipp Dittrich sehr kompetent vertreten. Er benötigt jedoch unsere Unterstützung am 16.08. Deshalb:

SAVE THE DATE

Wir wollen vor allem:
den ABRISS des Cantian-Stadions VERHINDERN, d.h. einen klima- und umweltfreundlichen UMBAU durchsetzen

Die Historie hierzu könnt ihr in den älteren Beiträgen über den Jahnsportpark nachlesen.

Alex Koch wird dem Kiez fehlen

Alex Koch konnte beides sein – kompromisslos und herzlich. Nun ist er gestorben. Dem Kiez wird sein Einsatz fehlen. Er war ein Mensch, der öffentlich für seine Sache kämpfte. Barrierefreiheit war sein Thema. Er wollte Stufen abschaffen, besorgte Rampen für Geschäfte im Brunnenviertel, startete Kunstaktionen und sprach in Vorträgen über Hindernisse im digitalen Raum.

Der Vorstand des Brunnenviertel e.V. bekundet seine Trauer und teilt einige persönliche Erinnerungen an ihn.

Alex Koch im Rollstuhl bei einem Geschichtscafé von Anno Erzählt. Foto: Andrei Schnell

Beate Chudowa:
Alex Koch setzte sich besonders für Menschen mit Behinderung ein. Über den Verein Kiezrollers e.V. half er z.B. Anträge für Hilfsmittel so auszufüllen, dass die Antragsteller genau das bekamen, was ihnen zustand und was sie wirklich brauchten. Er engagierte sich im Behindertenbeirat des Stadtbezirkes Berlin-Mitte. Wenn es um Fürsorge und Durchsetzung von Rechten ging, war er ein Kämpfer und ließ nicht locker.  Er verhandelte stets lösungsorientiert mit den Ämtern. Auch im Kiez hat er uns für sein Thema sensibilisiert und wir sind durch ihn aufmerksamer geworden: Er zeigte, dass auch kleine Veränderungen eine große Wirkung haben können. Alex wird uns sehr fehlen.

Angelika Schön:
Ich werde Alex Koch vermissen. Als ich darum kämpfte, dass das Cantian-Stadion nicht abgerissen werden soll, hat er mich mit einer sehr persönlichen Stellungnahme unterstützt, die ich veröffentlichen durfte. Er erklärte ganz klar den Unterschied zwischen INklusiv und EXklusiv, den ich vorher gar nicht so deutlich verstanden hatte. Mit dieser Klarheit und auch damit, dass er sich so furchtlos zeigte, hat er mich sehr beeindruckt.
Ansonsten bin ich Alex immer wieder begegnet, an wichtigen Brennpunkten im Viertel. Da wird er mir von nun an fehlen.

Andrei Schnell:
Bei meiner ersten Begegnung mit ihm gab es dieses seltsame Gefühl, dass ich auf ihn hinunterblickte und gleichzeitig mit ihm auf Augenhöhe sprach. Zwangsläufig musste man den Kopf neigen, weil Alex Koch im Rollstuhl saß. Genauso zwangsläufig spürte ich, dass da jemand vor mir saß, der anpacken wollte. Gefühle des Mitleids kamen bei mir gar nicht erst auf. Das war vielleicht 2014 oder 2015. Oder sogar 2016? Er sprach von seinem Projekt Rollers e.V. und wie er Rollstühle im Stil von Stiftung Warentest kritisierte. „Die Hersteller waren das gar nicht gewohnt“, erzählte er mir in seiner entschlossenen Art, „die haben gedacht, die können machen, was sie wollen.“ Für den ernsthaften Alex Koch war das eine Zumutung, dass jemand etwas macht, ohne zu Ende zu denken. Etwas später traf ich ihn und er sprach davon, dass er unbedingt etwas zum Thema Barrierefreiheit im Brunnenviertel machen wolle. Ein gefördertes Projekt beantragen. Er sagte es mit einer Gewissheit, als ob es gar nicht anders denkbar wäre, dass Quartiersrat, Bezirk, Senat und das Team des Quartiersmanagements seiner Idee zustimmen müssten. Er hat es tatsächlich geschafft, nacheinander zwei Projekte bewilligt zu bekommen und umzusetzen. Im ersten der beiden Projekte notierte er alle Stufen, Treppen und Hürden, die im Brunnenviertel mit wenig Aufwand abgeschafft werden könnten. Er erzählte mir, wie er mit kompromisslosen Worten einer Mitarbeiterin der Wohnungsbaugesellschaft Degewo klarmachte, dass die Neugestaltung der Sitzbänke in der Brunnenstraße 68 nicht durchdacht war. „Das sieht alles toll aus, aber für alte Menschen mit Krücken oder mich mit Rollstuhl nicht erreichbar“. Unterton: Nicht zu Ende gedacht. In seinem zweiten Projekt während der Coronajahre lud er mich zu digitalen Sitzungen ein. „Inklusion in Theorie und Praxis“. Ich habe selten daran teilgenommen. Brauche ich nicht, habe ich für mich beschlossen, aber ihm nicht gesagt. Denn er hätte vermutlich kommentiert: Nicht zu Ende gedacht.

Alex Koch beim Quartiersrätekongress 2016. Foto: Andrei Schnell
Alex Koch – ernst und ernsthaft. Foto: Andrei Schnell

Restlos Glücklich

RESTLOS GLÜCKLICHE AKTIONEN IM BRUNNENVIERTEL
Gesund, lecker und klimaverträglich im Kiez

Brotkurs
Foto: Restlos Glücklich


Eine mobile Küche für das Brunnenviertel
Liebe Bewohner:innen des Brunnenviertels,
Restlos Glücklich will mit euch zusammen eine mobile Küche für den Kiez bauen. Alle, die gerne die Ärmel hochkrempeln und Freude am gemeinschaftlichen Werkeln haben, sind herzlich eingeladen mitzumachen. Im Spätsommer/ Herbst wird mit dem Bau begonnen. Aber das geht nur, wenn auch genug Menschen Interesse an einer mobilen Küche haben. Wenn du also Interesse hast, mitzumachen oder einfach weitere Informationen über die mobile Küche erhalten möchtest, sende eine E-Mail an:
unsere.kueche [at] restlos-gluecklich.berlin

Kochworkshop
Am Donnerstag, den 7. Juli von 15 bis 18 Uhr möchte Restlos Glücklich mit euch zusammen kochen. Lass dich in unserem Kochworkshop “vom Blatt bis zur Wurzel” überraschen, wie du aus vermeintlichen Resten und Abschnitten leckere Mahlzeiten zaubern kannst und deine Küche in wenigen Schritten zu einer Zero Waste Küche verwandelst. Auch diesmal wird hier gekocht:

Brunnenviertel e.V.
Graunstraße 28
Eingang neben der Tortenwerkstatt

• Die Teilnehmer:innenzahl ist begrenzt – also schnell anmelden! Wir freuen uns auf dich!
• Weitere Informationen zum Projekt und dem Kochworkshop findest du auf unserer Homepage
www.restlos-gluecklich.berlin/unsere-kueche/brunnenviertel

BrunnenGärten

Liebe Nachbar:innen mit grünem Daumen,

vor Corona gab es jeden vierten Montag im Monat einen BrunnenGärten-Treff, im Sommer in verschiedenen Gärten.

Diese Tradition möchten wir wieder aufleben lassen.

Wir laden ein zum Treffen am Donnerstag, den 23.06. um 17:30 Uhr bei den Pflanzschalen am Vinetaplatz in der Nähe des Trinkbrunnens.

Wir freuen uns auf euch!

Handy-Hilfe

Jugendliche helfen (älteren) Menschen mit ihren Handys. Eine Einrichtung stellt sich vor:

Wir sind das Jugendprojekt Smartphone-Handyhilfe! Jugendliche hatten 2021 die Idee, (älteren) Menschen bei der Bedienung ihres Smart-Phones zu helfen. Das Ganze möglichst unkompliziert und für alle zugänglich. Von der ersten Idee ist das Projekt über einige Planungs- und Vorbereitungstreffen mittlerweile zu einer festen Workshop-Reihe heran gewachsen.

Jeden dritten Donnerstag im Monat können Interessierte zu unserem Workshop kommen. Unsere jugendlichen Handy-Experten versuchen, vor Ort behilflich zu sein – mit viel Geduld und Verständnis.

Nächste Termine:

16.06.2022

21.07.2022

18.08.2022

Beginn jeweils um 17 Uhr

Waschküche Brunnenviertel
Feldstraße 10
13355 Berlin

Anmeldung: handyhilfe [at] jpef.de oder 0800 113 013 08

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