Babyflohmarkt Brunnenviertel / Neustart nach Corona

Flohmarkt Weiterreich
Babybasar WeiterReich im Olof-Palme-Zentrum. Foto: Andrei Schnell

WeiterReich, unser Babybasar und Kinderflohmarkt im Brunnenviertel kehrt zurück. Nach einem halben Jahr Corona-Pause öffnen wir am 30. August wieder die Pforten des Gartens im Olof-Palme-Zentrum. Der nachfolgende Termin ist am 20. September. Das Markttreiben wird jeweils sonntags von 10 bis 13 Uhr in der Demminer Straße 28 stattfinden.

Wir konnten die Zahl der Stände im Garten deutlich erhöhen. Statt maximal 20 Verkaufstischen wie beim Start im November 2019 sind nun 30 möglich. Bei Standanmeldungen bevorzugen wir Bewohner des Brunnenviertels. „Der eine oder andere professionelle Händler rutscht natürlich unter die Anbieter, aber wir achten darauf, vor allem Familien die Möglichkeit zu geben, ihre Sachen loszuwerden“, sagt Beate Chudowa vom Vorstand. Überwiegend „Weddingpreise“ seien da selbstverständlich, sind wir überzeugt. Die Reservierung einer Stellfläche ist kostenfrei, ein eigener drei Meter langer Tapeziertisch muss mitgebracht werden.

Mit Rücksicht auf die Corona-Pandemie notieren wir am Eingang von allen Besuchern Namen und Kontaktmöglichkeiten. Für Besucher wird es anders als beim Start des Flohmarkts im November 2019 keine Toiletten geben. Auch der beliebte Kaffee- und Kuchenstand entfällt bis auf Weiteres. Desinfektionsmittel stehen bereit. „Es kommt auf Rücksicht an, mit Rücksicht ist alles möglich“, fasst Beate Chudowa die neuen Maßnahmen zusammen.

Weitere Infos auf: www.weiterreich.de.

MachMit!-Gruppe: 26. August im Brunnenviertel

MachMitGruppe
Die MachMit!-Gruppe trifft sich auf der Swinemünder Promenade. Foto: Jochen Uhländer

Die Mach Mit Gruppe will ein faires und rücksichtsvolles Miteinander auf der Swinemünder Promenade. Am 26. August trifft sich die Gruppe wieder. Gäste sind hezrlich willkommen, wenn auf der Promenade debattiert wird und anschließend bei einer #Sprühaktion auf das Anliegen aufmerksam gemacht wird.

Sprühaktion im Brunnenviertel

Die Mach Mit Gruppe hat Ende Juli auf der Swinemünder Straße mit regenlöslicher Sprühkreide freundlich gemeinte Hinweise gesprüht. Mit der Sprühaktion will die Gruppe ihr Anliegen in die Öffentlichkeit tragen: die Promenade zwischen Bernauer Straße und Gleimstraße soll ein Weg zum Spazierengehen bleiben. In letzter Zeit parken Autos falsch, fahren zu schnell und auch Radfahrer sind nicht immer rücksichtsvoll. Auch wenn der Parkdruck steigt und es immer schwerer ist, einen Parkplatz zu finden, die Swinemünder Straße ist kein Parkplatz.

Vor der Aktion hat sich die Gruppe zu einem öffentlichen Meeting auf der Fußgängermeile getroffen – mit Corona gebührenden Abstand.

Holger Eckert

Vereinsmitglied Holger Eckert ist gestorben. Wir trauern um ein Vereinsmitglied, das mehrmals in der Woche im Freizeiteck in der Graunstraße 28 vorbeischaute. Zusammen mit Dunja Berndt hat er die Gleim-Oase erst entdeckt, wieder hergestellt und viele Jahre lang treu gepflegt. Niemand kann zählen, wie viele Stunden Artbeit er in die Gestaltung der Verkehrsinsel steckte.

Fehlen wird uns seine fröhliche Art. Holger Eckert packte an. Unvergessen sein Ruf als Gastgeber: „Ihr könnt alles stehen lassen“.

Wir haben im Familienalbum geblättert, um uns an die guten Stunden mit ihm zu erinnern. So soll er uns im Gedächtnis bleiben.

Margot Visser

Unser Vereinsmitglied Margot Visser ist gestorben. Wir trauern um eine Nachbarin, die sich im Kiez vielerorts eingesetzt hat. Sie wird nicht nur uns fehlen. Viele Orte im Brunnenviertel, die auf hilfsbereite und engagierte Bürger angewiesen sind, werden sie vermissen.

Das unten stehende Foto zeigt eine typische Situation. Margot Visser mit weit über 80 Jahren spricht in einer Senioreneinrichtung. Rechts im Bild der damalige Stadtrat für Soziales, heute Bezirksbürgermeister, Stephan von Dassel. Man darf davon ausgehen, dass sie auch bei dieser Gelegenheit offen aussprach, was sie dachte.

Margot Visser im April 2016 bei einer Seniorenversammlung.

Falschparker im Brunnenviertel

Meinung: Einige Anwohner sind vermutlich fassunglos, wenn sie die Antwort des Senats auf die Anfrage des Linken Abgeordneten Tobias Schulze zur Swinemünder „Straße“ lesen. Ob Autos den Fußweg als Durchfahrt nutzen? Antwort: „In den Jahren 2018 sowie 2019 wurden keine recherchierbaren Verstöße festgestellt.“ – Wie viele der zuhauf parkenden Autos wurden abgeschleppt? „Eine Umsetzung im November 2018“ und „eine Umsetzung im April 2019“. – Soll künftig mehr kontrolliert werden? Nein, denn „der genannte Verkehrsbereich ist kein polizeilich erfasster Schwerpunkt hinsichtlich übermäßiger verkehrsrechtlicher Verstöße.“

Die emotionale Reaktion unter den engagierten Anwohnern ist wahrscheinlich: Wie kann das bloß sein? Wissen die nicht, was hier los ist?

Die Antwort lautet: Genauso ist es. In der Verwaltung weiß offenbar niemand, was auf der Swinemünder „Straße“ los ist. Und dieser Satz ist nicht ironisch, böse oder sarkastisch gemeint. Blickt man nach einigen Tagen ruhiger auf das Antwortschreiben, dann ordnen sich die Dinge. Da sind zum einen die Fakten: Ja, das Durchfahren, die Kreativität der Autofahrer bei der Suche nach neuen Querungen, das Halten und vor allem das Parken – all das hat erheblich zugenommen. Der Fußweg wird von Autofahrern zunehmend als normale Straße wahrgenommen.

Und da ist zum anderen die Kenntnis dieser Fakten: Wenn der Bezirk, das Ordnungsamt oder der Senat nichts vom Wild West auf der Swinemünder „Straße“ wissen, dann hilft nur eines: Dokumentation.

Die Antwort des Senats auf die Anfrage von Tobias Schulze ist bei besonnener Betrachtung so zu verstehen: die Verwaltung hätte gern mehr Informationen. Es liegen ihr zu wenig Daten vor.

Die Aufgabe derjenigen, die (zum Beispiel in der MachMit!-Gruppe) eine lebenswerte, ruhige, entspannte Promenade zurückhaben wollen, die sollten nun zählen, fotografieren und Strichlisten führen. Und ihre Erhebungen zum Amt tragen.

Dieser Text stellt eine Einzelmeinung von Andrei Schnell (Vorstand des Brunnenviertel e.V.) dar.

Falschparker Swinemünder Straße
Falschparker auf der Swinemünder Straße.

Workshop im Brunnenviertel / Zero Waste – Einfälle statt Abfälle

Am Donnerstag, 12. März, zeigt Nikolai Wolfert ab 19 Uhr in unseren Vereinsräumen in der Graunstraße 28, dass Null-Müll kein Ding der Unmöglichkeit ist.

Jeder kennt diesen Anblick vom Gang zu Mülltonne im Hof: In der schwarzen Restmülltonne stapelt sich Plastik, wie Verpackungen, Tüten oder anderes. Das muss nicht sein. „Wir brauchen ein Umdenken“, sagen auch wir vom Brunnenviertel e.V. Wir schließen uns dem Grundgedanken an: Reduzieren, Wiederverwenden, Wegwerfen.

In dem Workshop am Donnerstag klärt Nikolai Wolfert folgende Fragen:
> An welchen Orten gibt es besonders große Müll-Probleme?
> Welche lokalen Lösungen gibt es zur Abfallvermeidung?
> Welche Ideen gibt es im Bereich ZeroWaste?

Nikolai Wolfert ist Umweltaktivist und Gründer von Leila Leihladen und der Plattform für nachhaltiges Leihen berlin.consum.de.

Lesetipp: „Berlins Weg zu Zero Waste. Tipps zur Abfallvermeidung im Alltag.

Noch ein weiter Weg bis Zero Waste. Foto: Brunnenviertel e.V.