Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark

Heute wollen wir Ihnen die Personen vorstellen, die das Brunnenviertel beim Bürgerbeteiligungsverfahren Jahnsportpark vertreten. Wir haben darüber bereits ausführlich berichtet (Umbau, Neubau, Zweitbau).

Es handelt sich einmal um Angelika Schön, sie wurde zur so genannten Multiplikatorin benannt. Das heißt, sie sammelt die Meinungen der Anwohnenden und trägt sie in den entsprechenden Gremien vor. Gleichzeitig informiert sie z.B. auf dieser Homepage über den neuesten Informationsstand.

Angelika Schön
Foto: Andrei Schnell

Angelika wohnt seit 2006 im Brunnenviertel. Sie hat sich einer Bürger-Initiative angeschlossen, als neben dem „alten“ Mauerpark Wohnhäuser gebaut werden sollten. Dann gehörte sie der Bürgerwerkstatt Mauerpark Fertigstellen an, deren Sprecherin sie zuletzt war. Sie hat dort bei der Planung der Parkerweiterung mitgearbeitet. Bis vor kurzem hat sie das Qualifizierungsverfahren des Bestandsparks begleitet (darüber haben wir auch berichtet).

Im Rahmen ihres ehrenamtlichen Engagements hat sie den Brunnenviertel e.V. kennengelernt und blieb ihm seither stets verbunden. Seit ca. 3 Jahren z.B. gehört sie der MachMit!-Gruppe an, der es (unter anderem) zu verdanken ist, dass sich vor dem ehemaligen Diesterweg-Gymnasium neuerdings Hochbeete befinden (siehe rechts im Bild).

Mitglied im Verein ist sie erst seit vorigem Jahr und so aktiv, wie sie eben kann.

Am alten Cantian-Stadion hängt sie irgendwie, weil Eisern Union dort gespielt hat, als sie hier hergezogen ist und sie sich gern an die Fan-Gesänge erinnert. Auch die Flutlichtmasten gehören unbedingt zum Landschaftsbild und dürfen nicht einfach entfernt werden, findet sie.

Momentan macht sie eine Umfrage bei Anwohnenden, um ein Meinungsbild zum Thema zu gewinnen. Diese Eindrücke bzw. Wünsche leitet sie weiter an die entsprechenden Instanzen bei der Senatsverwaltung.

Am Beteiligungsverfahren nimmt sie in diesem Jahr von Anfang an teil, hat einen guten Kontakt zur Bürgerinitiative und den Raumplanern und freut sich auf das, was noch kommt.

Ihre Stellvertreterin ist Susanne Bürger.

Susanne Bürger
Foto: Dominique Hensel

Ins Brunnenviertel kam Susanne Bürger 2006 als Vereinsvorsitzende (2002 – 2019) des Basketballvereins Weddinger Wiesel e.V. (ca. 400 Mitglieder). Mit Hilfe des neu installierten Quartiersmanagements im Brunnenviertel und der degewo begründeten die Wiesel ihren Vereinsstandort im „TimeOut“ (Putbusser Straße 28) und führten hier bis 2010 ein gefördertes Jugend-Projekt durch. Susanne Bürger war gleich Mitglied im ersten Quartiersrat des QM als Vertreterin für die Weddinger Wiesel.

Susanne Bürger ist im Brunnenviertel heute als KiezSportLotsin bekannt. Das Projekt KiezSportLotsin wurde 2013 im QM Brunnenviertel entwickelt und ist heute ein verstetigtes Projekt mit einer Finanzierung über den Bezirk Mitte und Büro im Brunnenviertel (TimeOut). 2013 organisierte Susanne Bürger als „frisch gekürte“ KiezSportLotsin mit Beate Chudowa vom Brunnenviertel e.V. das Familiensportfest auf dem Gelände der Vineta-Grundschule. Der engen Kooperation im Rahmen des Projekts „bv kompakt“ folgte 2014 der Vereinseintritt von Susanne in den Brunnenviertel e.V. als logischer Schritt.

Die Hauptaufgabe als KiezSportLotsin ist die Information und Beratung zu Sport und Bewegung sowie die Netzwerkarbeit. Die marode bzw. fehlende Sportinfrastruktur im Innenstadtbezirk Mitte begleitet Susanne von Projektbeginn an. Sportliche Menschen im Brunnenviertel weichen deshalb auch auf das benachbarte Gelände am Jahnsportpark aus. Gern genutzt werden die Rundlaufbahn oder der Calisthenics Park im „Kleinen Stadion“, bekannt sind auch die überdachte Basketball-Anlage und die Fußball-Minispielfelder.

Anfang 2020 wurde Susanne Bürger bereits gemeinsam mit dem QM Brunnenstraße von der Senatsverwaltung als Expertin befragt, welche Sport-Bedarfe  Menschen aus dem Brunnenviertel bei der Neugestaltung des Sportpark-Geländes haben. Eingebracht wurden Wünsche nach Sportanlagen speziell für Kinder und Senior:innen, die informell und breitensportlich genutzt werden können. Ideen waren unter anderem ein Schwimmbecken oder Rehaschwimmbecken (Aquagymnastik), eine Rollsportanlage oder ein Skaterplatz, mehr überdachte Anlagen.

Die weitere Begleitung des gesamten Prozesses der Umgestaltung von Stadion und anschließend des gesamten Geländes sowie die Wahrnehmung der Interessen der direkten Nachbarn aus dem Bezirk Mitte gehören zum Berufsprofil der KiezSportLotsin.

         

Abriss – oder nicht?

Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark
Das aktuelle Cantianstadion. Foto: Seppalot13/Wikimedia

Seit einiger Zeit schon berichten wir über den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark im Prenzlauer Berg, zum Beispiel unter der Überschrift Neubau, Umbau, Zweitbau.

Zu den Themen Neu- oder Zweitbau haben wir kürzlich eine kleine Umfrage in der Swinemünder Straße (die natürlich ein Fußweg ist, wie wir alle wissen) durchgeführt. Das waren unsere Fragen:

Bist du damit einverstanden,

  1. dass das Cantianstadion abgerissen wird?
  2. dass ein Stadion gebaut wird, das 3x so groß ist wie das jetzige?
  3. dass dort (zusätzlich zu den Veranstaltungen in der Max-Schmeling-Halle und den zu erwartenden Bundesligaspielen) 10 Massenveranstaltungen pro Jahr stattfinden?

Und das war das Ergebnis:

Unsere vierte Frage lautete:

Wenn du entscheiden könntest, was würdest du dir wünschen für den Jahn-Sportpark?

Diese Wünsche führen wir einzeln auf:

Die Person, die mit allem einverstanden ist, wünscht sich: KEINE AUTOS, sondern Besucher, die ausschließlich mit dem ÖPNV anreisen

Eine Person, die nur mit Frage 3 einverstanden ist, wünscht sich: WEITERBETRIEB unter jetzigen (evtl. leicht modernisierten) Bedingungen

Eine weitere Person, die mit Frage 3 einverstanden ist, wünscht sich: ein PARKHAUS für die Besucher

Weitere Wünsche:

auf keinen Fall Abriss

Inklusion ja, aber behutsame Sanierung

so belassen und gut pflegen

offen für alle/ Nachtsportangebote für Jugendliche

Angebote für Anwohner*innen

da wir ein sportfreudiges Volk sind, wünsche ich mir, dass der Jahnsportpark saniert wird

Grünpark-Anlage

soll so bleiben + Schwimmbad

Sportpark für jung und alt

mehr Grünfläche, weniger Asphalt

Sportanlage für Kinder

dass es so bleibt

Sanierung + Inklusion

dass die bestehende Architektur erhalten wird und die bestehende Anlage umgenutzt wird (hier haben wir geraten, die Schrift war unleserlich)

Wir freuen uns über jede einzelne Antwort und werden alle Wünsche an die zuständigen Instanzen weitergeben. Wenn Sie auch abstimmen wollen, können Sie dies auf unserer Homepage unter:

Umfrage zum Cantianstadion

Oder schreiben Sie uns:

verein(at)brunnenviertel.de

INklusiv oder EXklusiv

Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark
Das heutige Cantianstadion. Foto: Mangan02/Wikimedia

Momentan findet ein Tauziehen um den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark statt. Wir haben darüber bereits mehrfach berichtet. Auf der einen Seite stehen mehrere Senatsverwaltungen sowie Vertreter*innen von Menschen mit Behinderung, auf der anderen eine Bürgerinitiative sowie mehrere Vereine, die hier wohnende Menschen repräsentieren. Organisiert und moderiert wird dieser Dialog (im Fachjargon heißt das Partizipationsverfahren) von einer Agentur namens die Raumplaner.

Bei so einem sportlichen Wettbewerb geht es natürlich hoch her. Zum Beispiel werfen einige Teilnehmende der „Gegenseite“ den Vertretern der Bürgerschaft vor, sie seien gegen Inklusion. Deshalb haben wir gezielt einige Menschen mit Behinderung, die hier im Brunnenviertel leben, zum Thema befragt. Und zwei von ihnen haben tatsächlich geantwortet.

Einer, der nicht namentlich genannt werden möchte, sagt zum Thema Neubau, Umbau oder Zweitbau:

„… eigentlich könnte es wegen mir so bleiben, wie es ist. Ich finde es jetzt sehr schön.“

Ein zweiter hat eine ausführliche Stellungnahme verfasst, die wir hier einfügen.

Wenn Sie sich auch äußern möchten, schicken Sie uns bitte eine Mail: verein(at)brunnenviertel.de

Wir freuen uns über jede Stellungnahme.

Doppelkopf ohne Spielkarten

Stadtfüchse im Mauerpark fotografiert von Hartmut Bräunlich

Nachbarn stellen Nachbarn ihr Hobby vor. Immer zwei Anwohner zeigen etwas, was andere interessieren könnte. Zwei Köpfe gleich Doppelkopf. Für dieses digitale Treffen nutzen wir unsere bisherige Reihe „Das Grüne Zimmer“, für die wir den dritten Mittwoch im Monat reserviert haben.

Start war am Mittwoch, den 17. Februar um 18 Uhr. Jede/r im Viertel kann bei dem digitalen Treffen sowohl aktiv als auch passiv mitmachen .

Den Anfang machen Hartmut und Tatiane. Der Hobby-Fotograf Hartmut Bräunlich zeigt einige seiner tollen Tierfotos. Tatiane führt Mandalas vor, die weder Stift noch Papier benötigen.

Teilnehmen

Corona-modern laden wir virtuell per ZOOM ein. Technische Voraussetzung ist ein Computer oder ein Smartphone. Zugangsdaten verschicken wir per E-Mail oder SMS, bitte anmelden: verein[at]brunnenviertel.de oder 030 48 47 19 33.

Wer Starthilfe für ZOOM braucht, kann sich bei der PC-/ Smartphone-Sprechstunde anmelden, die montags und freitags jeweils von 13 h bis 16 h stattfindet.

Wir freuen uns auf euch!

Was ist Doppelkopf?

Wir wissen, Doppelkopf ist ein Kartenspiel. Wir verstehen darunter eine Veranstaltung, bei der zwei Protagonisten ihr Hobby oder ihr Wissen den anderen Gästen vorstellen. Die zwei können vorlesen, vortragen, vorstellen, zeigen, präsentieren, erklären. Das Publikum soll Fragen stellen, diskutieren.

Fragen?

Bei Fragen fragen. Unter verein[at]brunnenviertel.de schreiben oder die 030 48 47 19 33 anrufen.

MachMit!-Gruppe: Treffen per Webkonferenz am 04.11.

Aufgrund des erneuten Lockdowns findet das Treffen der MachMit!-Gruppe am 04.11.2020 um 18:00 Uhr per Webkonferenz statt.

Themen:

– Ergebnisse der letzten drei Monate, Erfolge/ Teilerfolge
– Auswertung der Straßenaktionen und der Ausschussteilnahme
– 2021: welche Ziele, wer macht was, an wen wenden wir uns

Meilensteine des laufenden Jahres:

Vor allem die Sprühaktionen fanden großen Anklang sowohl bei Anwohnern als auch bei Nutzern der Swinemünder „Straße“, die ein Fußweg ist. Insbesondere am Autofreien Tag wurden Kontaktdaten von Menschen gesammelt, die uns unterstützen wollen.

Wegen der Corona-Pandemie gab es mehrere Treffen der Gruppe im öffentlichen Raum (Swinemünder „Straße“). Dadurch wurde auf die Existenz bürgerschaftlichen Engagements im Brunnenviertel aufmerksam gemacht. Einige Anwohner zeigten sich interessiert.

Ein Mitglied der Gruppe hat sich besonders intensiv mit mehreren Ämtern auseinander gesetzt, dort Kontakte geknüpft und erste Erfolge erzielt. Dadurch ist die Situation der Falschparker bereits dabei, sich zu verbessern. Ein anderes Mitglied hat die Ordnungsamt-App für sich entdeckt und z.B. mehrere Schrott-Fahrzeuge abschleppen lassen.

Andere Mitglieder der Gruppe sind im Gespräch mit Politikern, um die Situation im Brunnenviertel zu verbessern. Die regelmäßige Zusammenarbeit mit den Volks-vertretern ist wichtig und führt langfristig zu positiven Ergebnissen.

Ausblick 2021:

Aufgabenverteilung:

  • MMG (jede/r einzelne)
  • Verein
  • Quartiersrat

Mediennutzung:

  • What’s App
  • Cloud
  • Zoom

Fazit

Die MachMit!-Gruppe hat in diesem Jahr Anerkennung erhalten, wird in der Öffentlichkeit wahrgenommen, von den verschiedenen Ämtern und Politikern ernst genommen. Dadurch hat sich eine konstruktive Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen entwickelt.

Folgetermin: 16.12.2020 um 18:00 Uhr wiederum online