1. Wer sind Evelyne Leandro und Andrei Schnell und was machen die beiden?

Stimme der Simmlosen
Stimme der Simmlosen
1. Wer sind Evelyne Leandro und Andrei Schnell und was machen die beiden?
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Stimme der Stimmlosen – was soll das? Evelyne Leandro und Andrei Schnell sind Fans der Symbolwahl, bei der Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit im Superwahljahr auch eine Stimme bekommen. Wie fühlt es sich an, nicht wählen zu dürfen? Auch wenn man viele Jahre in Deutschland lebt? Evelyne Leandro kommt aus Brasilien. In der ersten Folge von Stimme der Stimmlosen spricht sie ein wenig von sich. Und Andrei Schnell stellt Fragen und steuert ein paar Anmerkungen eines alten, weißen Ostdeutschen bei.

Notiz: Unser Podcast ist ein Projekt im Rahmen der Symbolwahl Berlin-Mitte des Bezirkamtes Mitte in Kooperation mit dem Projekt Demokratie in der Mitte.

Anno erzählt zeigt „Putte muss bleiben“

Wiederentdeckt: Politische Film- und Videoarbeiten der 1970er Jahre

Geschichtscafé von Anno erzählt zeigt zwei Filme zu stadt- und sozialpolitischen Auseinandersetzungen in West-Berlin

Anno erzählt zeigt am 16. August zwei filmische Werke der 1970er Jahre, die eng mit stadt- und sozialpolitischen Kämpfen verbunden sind: „Mietersolidarität‟ von Max Willutzki und Gerd Conradts „Putte muss bleiben‟. Der Filmkurator Florian Wüst ordnet zunächst die Bedeutung der Filme ein. Nach der Vorführung beantwortet Filmemacher Gerd Conradt die Fragen des Publikums. Einlass ist ab 20 Uhr im Olof-Palme-Zentrum in der Demminer Straße 28. Der Eintritt ist frei.

„Beide Filme sind Beispiele für die Ansätze sowohl der politischen Filmarbeit als auch der Mitte der 1970er Jahre aufkommenden videoaktivistischen Bewegung, um eine kritische Gegenöffentlichkeit herzustellen‟, sagt Filmkurator Florian Wüst. Der von den neuen medialen Mitteln unterstützte Widerstand gegen die Sanierungspolitik des Senats fhabe spätestens in den 1980er Jahren zur Umorientierung hin zu einer behutsameren Stadterneuerung geführt.

Max Willutzkis 13-minütiger, auf 16 Millimeter entstandene Kurzfilm „Mietersolidarität‟ (1970)verfolgt, wie einer siebenköpfigen Familie im Märkischen Viertel die Zwangsräumung droht und wie diese verhindert wird. Viele der Bewohner*innen des historischen Brunnenviertels wurden damals im Rahmen der städtebaulichen Sanierung des südlichen Weddings in das Märkische Viertel umgesetzt. Anlass für „Putte muss bleiben‟ (1974, 37 min) war die Räumung und der Abriss des Kinder- und Jugendzentrums Putte in der Rügener Straße 20. Die nahegelegene Putbusser Straße stand Pate für den Namen Putte. Der heutige Jugendklub Putte-Remise in der Biesentaler Straße 7 im Soldiner Kiez ist ein direkter Nachfolger der alten Putte. Die alte Putte, die auch als Wohngemeinschaft, Schülerladen und Hobbyraum diente, war eines der ersten besetzten Häuser in West-Berlin. Der mit dem neuen Medium Video produziete Film wurde von einer Seminargruppe des Instituts für Theaterwissenschaften der FU Berlin um den damals 33-jährigen Lehrbeauftragten Gerd Conradt gedreht. „Putte muss bleiben‟ zeigt den Kampf der betroffenen Weddinger Jugendlichen um den Erhalt ihres Hausprojekts. Die Filmgruppe nahm die Wohn- und Lebensverhältnisse im Brunnenviertel vor dessen Sanierung auf. Sie führte Interviews mit allen Beteiligten und dokumentierte die Demonstrationen gegen den Abriss. Der Widerstand stieß damals auf breite Unterstützung im Stadtteil, blieb aber letztlich erfolglos. Ebenfalls festgehalten ist das nicht eingehaltene offizielle Versprechen, an gleicher Stelle eine neue Einrichtung für Jugend- und Kinderarbeit zu bauen. Der heutige Jugendklub Olof-Palme-Zentrum wurde erst Ende der 1980er Jahre gegründet und bezog zunächst eine leere Etage eines ehemaligen Kaufhauses in der Stralsunder Straße.

Investor sucht Ideen der Bürger

Reden Sie mit! – Grafik: Quartier am Humboldthain

Erinnern Sie sich noch an die Hoffnungen, die mit Siemens-Nixdorf verbunden waren, als der Konzern Computer auf dem AEG-Gelände bauen wollte? Das war vor rund 30 Jahren. Nun gibt es wieder Hoffnungen und Zukunftserwartungen für das langgestreckte Haus mit den spiegelnden Kupferfenstern. Am besten zu sehen von der Gustav-Meyer-Allee aus. Die Quartier am Humboldthain GmbH mit Sitz in der Neuen Schönhauser Straße in Alt-Mitte will das Fabrikgelände umbauen und spricht dabei von einer offenen Projektentwicklung. „Gemeinsam mit Ihnen soll ein zukunftsfähiges Nutzungskonzept entwickelt werden“, schreibt der Investor in einer Postwurfsendung, die Sie vielleicht in Ihrem Briefkasten gefunden haben.

Termin

Ihre Ideen können Sie vortragen am Donnerstag, 29. Juli, von 15.30 Uhr bis 20.30. In dieser Zeit gibt es zwei Blöcke. Einer startet um 16 Uhr, ein zweiter um 18.30 Uhr. Treffpunkt sind die Veranstaltungsräume Amplifier, die von der Voltastraße aus gut zu erreichen sind (offizielle Adresse Gustav-Meyer-Allee 25, Haus 12).

„Eine Teilnahme auch nur für einzelne Programmpunkte ist möglich“. Das Besondere: „Austausch und Diskussion zu Themen freier Wahl“. Wobei vermutlich nicht Anarchie und Wünsch-Dir-Was möglich sein wird:

Was heißt offen?

Auch wenn es offene Projektentwicklung heißt, ist nicht alles möglich. Der Investor erklärt, für welche Bereiche er Ideen erwartet.

1. Stichwort Durchwegungen. Als Industriefläche ist das ehemalige AEG-Gelände heute abgezäunt. Der Investor will das künftige Quartier öffnen. Welche Wegebeziehungen sind dabei sinnvoll?

2. Der Teilsatz „Öffentlichkeit, insbesondere von Nutzungen in den Erdgeschosszonen“ beschreibt die Suche nach Ideen für die Vermietung. Kita, Weinschule, Restaurant oder Aldi? Was wird gebraucht?

3. Anbindung an den Humboldthain. Sehr alte Stadtpläne zeigen, dass der Humboldthain sich früher auch südlich der Gustav-Meyer-Allee erstreckte. Die Villa des Gartenplaners Gustav Meyer befand sich zum Beispiel dort. Nun ist die Frage: Wie kann das neue Quartier mit dem Humboldthain verknüpft werden?

Über den Investor

Hinter dem Namen Quartier am Humboldthain GmbH steht die Coros. Das Immobilienunternehmen wurde vor fünf Jahren als Commdus gegründet. Selbstbeschreibung: „Wir bei Coros sind der Überzeugung, dass sich nachhaltige Stadtentwicklung und positive Wertentwicklung nicht ausschließen, sondern vielmehr gegenseitig bedingen.“ Die Webseite von Coros zählt unter Projekte das Quartier am Humbolthain als erstes – also wichtigstes? – auf.

Brunnenviertel e. V.

Stadtteilverein

Wir

  • … fördern den sozialen Zusammenhang im und um den Kiez
  • … unterstützen Freiwilligenarbeit von Einzelpersonen, Initiativen und Vereinen
  • … informieren und unterstützen Anwohnende bei Bürgerbeteiligungen

… mit …

  • … unserem Know How
  • … Orientierung in der soziokulturellen Infrastruktur sowie Empfehlungen für Ihre Ideen
  • … unserem Netzwerk im und um das Brunnenviertel
  • … einem kostenlosen Raumangebot
  • … einem Ausleihpool für ehrenamtliche Aktionen

Unsere drei Hauptthemen

Bürgerbeteiligung

Klima/Nachhaltigkeit

Urban Gardening

Vorstand
Angelika Schön, Beate Chudowa und Dunja Berndt

Jetzt Start des Diesterbeets

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern und die Buschtrommel rotiert: Viele Anwohnende starten gemeinsam das Projekt Diesterbeet vor dem ehemaligen Schulgebäude in der Swinemünder Straße! Es soll ein Nachbarschaftsgarten werden.

Über den Tag verteilt werden am Freitag, 28. Mai, nach und nach die sechs fertigen Hochbeete angeliefert. Weitere 17 Hochbeete werden gemeinsam gebaut. Wie lange das dauert, hängt davon ab, wie viele Interessierte und Unterstützende mit anpacken. Das Befüllen mit Häcksel und Erde (wird am Freitag angeliefert) und das Bepflanzen findet ebenfalls gemeinsam statt. Gerne eigene Pflanzen/Blumen, die man einsetzen möchte, mitbringen. 😀

Start: ab 10 Uhr. Die Aktion wird voraussichtlich bis 18 Uhr oder länger dauern.

Wenn alles aufgebaut ist, kann selbstverständlich unabhängig gegärtnert werden. Vielleicht entsteht eine feste Gruppe. 🙂

Hier anmelden für eine Hochbeetpatenschaft: brunnengaerten[at]brunnenviertel.de

Wer auch (oder nur) beim Zusammenbauen und Befüllen helfen möchte, kann sich ebenfalls gerne melden.

Rückfragen können telefonisch am Donnerstag 12 – 16 Uhr unter 030 48471933 oder persönlich am Freitag besprochen werden.

Wo sind all die Bäume hin?

Karte gefällter Bäume
Hartmut Bräunlich kartiert gefällte Bäume. Grafik: Google

Link zur Karte auf Google-Maps

Es ist ein Baumkataster. Erfasst sind in der Karte allerdings nicht die vorhandenen Bäume, sondern die gefällten. Hartmut Bräunlich hat in einer Karte 100 Bäume und Sträucher erfasst, die in letzter Zeit verschwunden sind. „Die allermeisten wurden nicht ersetzt“, sagt Hartmut Bräunlich.

Welche Bäume vorhanden sein sollten, zeigt eine Karte, die das Land Berlin unter der Webseite FIS-Broker veröffentlicht. Wer Bäume findet, die in der Karte verzeichnet sind, aber in der Realität nicht existieren, der kann uns gern eine Mail schreiben. Wir leiten die Info an Hartmut Bräunlich für seine Karte der fehlenden Bäume weiter.

Diese Bäume sollte es laut FIS-Broker geben. Fehlt in der Realität ein Baum? – Grafik: Land Berlin

Ordnungsamt-App

Ärgern Sie sich manchmal über den Müll, der direkt vor Ihrer Haustür abgeladen wurde? 

Ärgern hilft nicht. Was hilft, ist die Ordnungsamt-App:

https://www.berlin.de/ordnungsamt-online/mobile-app/

Mit der Ordnungsamt App Müll melden

Sie können entweder anonym oder mit Angabe Ihrer Handy-Nummer auf das aufmerksam machen, was Sie stört. Wenn Sie wollen, können Sie ein Foto mitschicken.

Im Fall von Müll wird Ihre Meldung relativ schnell an die BSR weitergeleitet, die sich zügig um die Entsorgung kümmert.

Bei Fahrzeugen, die ohne Nummernschild abgestellt werden, kümmern sich die Außendienst-Mitarbeiter des Ordnungsamtes darum. Das dauert zwar etwas länger, doch irgendwann wird das Fahrzeug tatsächlich abgeschleppt.

So kann jede/r einzelne dazu beitragen, dass das Brunnenviertel nicht völlig vermüllt.

MachMit!-Gruppe: Treffen per Webkonferenz am 04.11.

Aufgrund des erneuten Lockdowns findet das Treffen der MachMit!-Gruppe am 04.11.2020 um 18:00 Uhr per Webkonferenz statt.

Themen:

– Ergebnisse der letzten drei Monate, Erfolge/ Teilerfolge
– Auswertung der Straßenaktionen und der Ausschussteilnahme
– 2021: welche Ziele, wer macht was, an wen wenden wir uns

Meilensteine des laufenden Jahres:

Vor allem die Sprühaktionen fanden großen Anklang sowohl bei Anwohnern als auch bei Nutzern der Swinemünder „Straße“, die ein Fußweg ist. Insbesondere am Autofreien Tag wurden Kontaktdaten von Menschen gesammelt, die uns unterstützen wollen.

Wegen der Corona-Pandemie gab es mehrere Treffen der Gruppe im öffentlichen Raum (Swinemünder „Straße“). Dadurch wurde auf die Existenz bürgerschaftlichen Engagements im Brunnenviertel aufmerksam gemacht. Einige Anwohner zeigten sich interessiert.

Ein Mitglied der Gruppe hat sich besonders intensiv mit mehreren Ämtern auseinander gesetzt, dort Kontakte geknüpft und erste Erfolge erzielt. Dadurch ist die Situation der Falschparker bereits dabei, sich zu verbessern. Ein anderes Mitglied hat die Ordnungsamt-App für sich entdeckt und z.B. mehrere Schrott-Fahrzeuge abschleppen lassen.

Andere Mitglieder der Gruppe sind im Gespräch mit Politikern, um die Situation im Brunnenviertel zu verbessern. Die regelmäßige Zusammenarbeit mit den Volks-vertretern ist wichtig und führt langfristig zu positiven Ergebnissen.

Ausblick 2021:

Aufgabenverteilung:

  • MMG (jede/r einzelne)
  • Verein
  • Quartiersrat

Mediennutzung:

  • What’s App
  • Cloud
  • Zoom

Fazit

Die MachMit!-Gruppe hat in diesem Jahr Anerkennung erhalten, wird in der Öffentlichkeit wahrgenommen, von den verschiedenen Ämtern und Politikern ernst genommen. Dadurch hat sich eine konstruktive Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen entwickelt.

Folgetermin: 16.12.2020 um 18:00 Uhr wiederum online

BruGa 2020: Gartenschau im Brunnenviertel

An zwei Tagen öffneten Stadtgärtner ihre Hochbeete. Einige gärtnern im Hof, andere auf der Straße. Manche pflanzen klassisch Tomaten und Gurken, andere hegen sich an exotischen Blüten. Gemeinsam ist ihnen, dass sie alle in der Öffentlichkeit gärtnern und das Brunnenviertel schöner machen.

Am Sonntag spielten Bands im Garten des Olof-Palme-Zentrums. Es gab Corona-gerecht verpackte Wraps und Getränke. Viele Besucher kamen und genossen den schönen Nachmittag.

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